Urlaub Ostern 2008

 

Am Freitag, 14.3., ging es los. Um 13.30 h verließen wir unseren Heimat“hafen“ und es ging Richtung Süden. Aller pessimistischen Vorhersage zum Trotz hatten wir auf den Autobahnen großes Glück – nur ein Mini-Stau bei Mannheim.

Planmässig „landeten“ wir um 17.30 h in Rust. Dorthin wollten wir zum übernachten.

Eine schöne Überraschung war, dass genau an diesem Abend in dem dortigen Westernsaloon eine Feier war mit toller Life-Musik. Countrymusic natürlich. Leider war es eine geschlossene Gesellschaft – aber die Nasen haben wir uns trotzdem plattgedrückt und den Künstlern unseren Applaus gegeben.

Allerdings gingen wir zeitig schlafen – um morgens wieder fit zu sein.

Samstag, 15.3. – um 6.30 h ging es wieder auf Reise Richtung Schweiz/Italien. Kein Stau – alles völlig relaxed und problemlos. Unser Ziel war Como. Dort wollten wir übernachten und hatten uns einen Stellplatz durch ein Womo-Forum empfehlen lassen.

Erwartungsvoll fuhren wir in Como ein. Viel, viel Verkehr. Zuviel für unser Womo und für uns. Den Stellplatz fanden wir – dank der korrekten Beschreibung – sofort. Leider jedoch war er hoffnungslos voll. Schade. Also – so dachten wir – weiter den See entlang. In einem hübschen Ort einfach so halten. Die Idee war gut. Die Umsetzung in die Tat weniger. Schmale, enge Straßen, teils Tunnel, teils Hochstraßen – keine Möglichkeit des Parkens, geschweige denn des Übernachtens.

Kurze Überlegung – und weiter bis hinter Mailand. Ausfahrt Lodi war gut. Dort im Ort St. Angelo Lodivicchio haben wir in einer besseren Wohnsiedlung gehalten. Wir standen ruhig und friedlich. Während wir unser Abendessen verzehrten, klopfte es. Ein Italiener, vor dessen Haus wir standen, brachte uns eine Flasche gut gekühlten Rosewein. DAS ist Gastfreundschaft. Er sah wohl, dass wir am essen waren......wir hatten nicht verdunkelt. Nett fanden wir das. Gut geschlafen haben wir auch und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter.

Sonntag, 16.3. – gegen 9.30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Florenz. Die Autobahnen waren relativ leer und wir waren um 13 Uhr – mit einer kleinen Pause zwischendurch – am Piazzale Michelangelo leider mit Regen angekommen. Der Campingplatz war sehr schön, nicht übervoll, aber gut besucht. Wir bekamen eine schöne Piazzola zugewiesen, drehten die Markise raus und stellten Tisch und Stühle vors Womo. Erst einmal ein schönes Kölsch – und dann ein Spaziergang zum Piazzale um die traumhaft schöne Aussicht über Florenz zu bewundern, mittlerweile ohne Regen. Später dann aßen wir eine leckere Pizza in einem kleinen Restaurant und dann machten wir es uns abends im Womo gemütlich. Es ist kühl geworden, aber die Wolken haben sich verzogen und der Himmel war klar – hoffentlich morgen auch noch.

Montag, 17.3. – gegen 10 Uhr ging es bei bewölktem Himmel los nach Florenz. Wir gingen zu Fuß die vielen Treppen vom Piazzale Michelangelo aus hinunter. Erst über die Ponte Vecchio, dann zur Piazza Signoria und kreuz und quer zum Dom. Barbie wollte unbedingt auf die Kuppel. Wir verabredeten uns in einem kleinen Restaurant direkt neben dem Dom für später. Dort aßen wir ganz gut und später ging es – mittlerweile mit Sonnenschein - zu den Kirchen Santa Maria Novela und San Lorenzo und dann über die Via Tornabuoni wieder Richtung Uffizien.

Müde kamen wir gegen 17 Uhr am Womo wieder an, diesmal mit dem Bus zurück. Die Treppen hinauf wollten wir uns nicht mehr antun. Das wars für diesen Tag.

Dienstag, 18.3. – nach dem Frühstück entschlossen wir uns zum weiterfahren. Es regnete und wir hatten keine Lust, einen Tag mit Regen in Florenz zu verbringen. Über Barbarino ging es nach San Gimignano. Dort bummelten wir durch die alte, hübsche Stadt, kauften einige Lederwaren und aßen in einem netten Ristorante. Unser Womo stand am Stellplatz (Geheimtipp des Womo-Führers) gut und sicher und umsonst.

Mittwoch 19.3. – Ganz früh ging es los, denn ab 7Uhr kam die Straßenreinigung. Alle Womos verschwanden vorher – wir auch. Wir hielten dann kurz unterhalb von San Gimignano zum Frühstück, Barbie zum Jogging danach. Dann fuhren wir weiter nach Volterra. Wir bekamen einen guten Parkplatz direkt an den römischen Ausgrabungen und liefen kreuz und quer durch die schöne Altstadt. Dann ging es weiter über die SP 439 Richtung Pisa. Zwischendurch hielten wir an einem kleinen Fluß zum Mittagessen an. Pisa war – wie erwartet – sehr touristisch, aber der Schiefe Turm musste einfach sein. Gottseidank hatten wir auch dort Glück mit dem Parkplatz. Gebührenfrei und relativ nah beim Piazza die Miracoli.

Nach einem kurzen Fotoshooting ging es weiter nach Lucca. Dank der super guten Beschilderung fanden wir den Stellplatz „Il Serchio“ sofort. Ein sehr schöner Platz mit guten Sanitäreinrichtungen und allem Komfort für Camper.

Donnerstag 20.3. – In der Nacht regnete und stürmte es. Unsere Markise hatte eine dicke Pfütze angesammelt und wir mussten sie um 6 Uhr in der Früh hereinholen, ebenso unsere Stühle und den Tisch. Aber am Morgen war es schön sonnig und wir machten uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt von Lucca. Entfernung ca. 1 km. Und dann kreuz und quer durch die schöne alte Stadt mit den herrlichen Bauwerken. Zu Mittag aßen wir in einer kleinen Trattoria und spazierten dann über den Stadtwall langsam zurück zum Womo. Dort verschönerten wir es mit den schon im Winter gekauften Aufklebern, die so lange warten mussten, weil die Temperaturen bisher nicht hoch genug waren und heute eben war das Wetter immer noch schön. Eine weitere Nacht wollten wir hier stehenbleiben, denn morgen soll es weitergehen Richtung Cinque Terre.

Freitag 21.3. – Gegen 9 Uhr starteten wir und fuhren auf der Autobahn bis nach La Spezia. Da diese Stadt nicht besonders attraktiv ist, ging es weiter nach Portovenere. Dort stellten wir uns auf einen Stellplatz und schauten uns das nette Städtchen von oben an. Es war sehr kühl geworden und sehr windig. Nach einer Stunde ging es weiter und wir hielten kurz vor Levanto in einem Wäldchen an einem Fluß zum Essen an. Dann ging es aber direkt weiter nach Levanto zum Campingplatz Aquadolce. Ich befürchtete schon, dass es voll sei und wollte zeitig dort sein. Und ich hatte Recht. Wir ergatterten den letzten Platz. Der Platz war komplett voll mit Womos, Vans und Zelten. Da hatten wir wirklich großes Glück gehabt. Wir bekamen einen schönen Platz und wollten dort bis zum Dienstag – also über die Osterfeiertage – stehenbleiben und die Cinque Terre per Zug und zu Fuß erkunden. An diesem Nachmittag machten wir nur noch einen Spaziergang durch Levanto und schauten uns diesen Ort an. Mir gefiel er sehr gut. Wir kauften noch ein wenig ein und gingen abends eine leckere Pizza in der Pizzeria des Campingplatzes essen.

Samstag 22.3. – Wir nahmen den Zug um 10 Uhr und fuhren damit bis nach Riomaggiore. Dies ist der südlichste Ort der 5Terre. Wir schauten uns überall um, stiegen unendlich viele Treppenstufen hinauf und wieder hinunter und gingen dann über die „Via dell’Amore“ bis nach Manarola. Ein sehr schöner Spaziergang immer am Meer entlang. Das Meer war sehr rau und wild. Die Wellen brachen sich über den Klippen und es war wunderschönes Wetter. Windig, aber sonnig und auch recht angenehm warm. In Manarola aßen wir in einem Restaurant sehr lecker und fuhren dann, nachdem wir uns auch diesen hübschen Ort angeschaut haben, später mit dem Zug wieder zurück nach Levanto. Wir sind viel gelaufen und waren entsprechend müde. Trotzdem spazierten wir noch am Meer auf der Promenade entlang. Die Surfer waren immer noch im Wasser und warteten auf „die ultimative Welle“. Schön anzusehen – aber nicht unser Ding.

Am Abend blieben wir im Womo und aßen auch nur noch eine Kleinigkeit. Ein Glas leckeren Wein tranken wir aber doch noch.

Ostersonntag 23.3. – Leider kein so schönes Wetter wie die Tage vorher. Trotzdem machten wir uns nach unserem Osterfrühstück auf den Weg und fuhren mit dem total überfüllten Zug nach Coniglia. Bei der Ankunft goss es jedoch derart, dass wir uns nach einem Espresso gleich wieder in einen nächsten – noch mehr überfüllten – Zug begaben und wieder nach Levanto zurückfuhren. Ein warmes, gemütliches Womo wartete auf uns durchgefrorene und nasse Menschen.

Nach einem leckeren Kaffee und einem Stück Kuchen im Womo kam dann doch noch die Sonne hervor und wir spazierten zur Burg von Levanto und am Lungomare entlang und noch ein wenig durch die Stadt, wo wir – zufälligerweise – einen mittelalterlichen Umzug sahen, der für die Touristen gemacht war. Schön. Abends aßen wir eine leckere Pizza am Campingplatz. Es war sehr kalt geworden. Hoffentlich scheint morgen wenigstens die Sonne............

Ostermontag 24.3. - Und so war es. Wir erwachten zwar noch mit bewölktem Himmel, aber nach kurzer Zeit kam die Sonne hervor und wir zogen los Richtung Vernazza. Dort bummelten wir durch das Städtchen, bewunderten die bunten Häuser und das aufgewühlte Meer. Dann ging es wieder zurück nach Monterosso. Dort gefiel es uns gut – obwohl die Touristen die Stadt eroberten und der eigentlich Flair nicht so richtig zum Vorschein kam. Wir aßen hervorragend in einer kleinen Trattoria und später spazierten wir am Meer entlang bei Sonnenschein. Mit einem wirklich total überfüllten Zug fuhren wir dann abends wieder nach Levanto, räumten schon ein wenig ein, denn morgen früh soll es wieder los gehen Richtung Lago Maggiore.

Dienstag 25.3. – Um 9 Uhr fuhren wir los über Genua, Alessandria zum Lago Maggiore. Wir hatten einen absolut sonnigen Tag. Ein wenig kühl, aber in der Sonne angenehm. Schon gegen 15 Uhr kamen wir am Stellplatz bei Oggebbio an, den wir aus dem Womo-Reisebuch herausgesucht hatten. Ein sehr hübscher Platz mit wirklich allem Komfort. Sogar eine eigene kleine Terrasse mit Seeblick hatte jeder Womo-Stellplatz. Wir bummelten noch ein wenig durch das Örtchen, und bekamen sogar TV-Empfang in schweizer-deutsch. So hörten wir vom Wetter in Deutschland mit Schnee und Glatteis. Egal – noch sind wir hier und aus dem Womofenstern hatten wir einen traumhaften Ausblick über den Lago Maggiore. Heute abend blieben wir im Womo. Hoffentlich haben wir morgen schneefreies Wetter wenn wir durch die Schweiz nach Rust fahren. Mal sehen.

Mittwoch 26.3. – Bei strahlendem Sonnenschein ging es gegen 9 Uhr über die Uferstraße des Lago Maggiore Richtung Bellinzona und dann auf die Gotthard-Autobahn. Zwischendurch hielten wir am Seeufer des Vierwaldstätter Sees an und aßen zu Mittag. Ohne Stau und ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir um 17 Uhr wieder Rust, wo wir für zwei Nächte stehen werden, denn morgen geht’s in den Europapark.

Donnerstag 27.3. – In der Nacht regnete es und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen. Aber schon beim Aufwachen sah ich ein Stückchen blauen Himmel. Wir frühstückten mit frischen Brötchen, die es am Stellplatz gab, und machten uns dann auf den Weg in den Park. Den ganzen Tag hatten wir relativ gutes Wetter, mal Sonne, mal bedeckt – aber trocken und nicht allzu kalt. Gut so. Wir aßen mittags in einem spanischen Restaurant und gönnten uns später noch einen Irish Coffee. Abends eine Kleinigkeit im Western Saloon des Stellplatzes. Und morgen schon ist unser Urlaub zu Ende. Schade eigentlich.

Freitag 28.3. – Um 9 Uhr ging es von Rust aus los. Wir hatten keine Eile – es war Urlaubsende. Siggi fuhr langsam und wir kamen – viel zu früh – um 13 Uhr in Bad Honnef wieder an. Dort aßen wir in einem Restaurant noch eine Kleinigkeit, räumten das Womo leer und parkten es auf seinem Stellplatz.

Das wars. Der Urlaub war zu Ende. Viel zu kurz war er – wie immer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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