Sommerurlaub Italien-Kroatien 2.7. – 28.7.2012

Am 2.7. starteten wir nach dem Frühstück Richtung Süden. Unser erstes Ziel war der Stellplatz in Rust (nein, wir wollten nicht den Europapark besuchen......nur übernachten).

Nach ein paar Kilometern merkten wir, dass unser TomTom meinte, wir würden querfeldein durch Flüsse, Seen und durch Berge fahren..... irgendwie wollte das Teil nicht so, wie wir es uns wünschten. Siggi fuhr kurz hinter Darmstadt dann an einer Raststätte ab und hielt am Parkstreifen an. Ich stieg aus und war sofort in weißen dichten Nebel gehüllt. Nur leider kam der Nebel nicht aus der Luft sondern aus unserem Motorraum. Siggi öffnete die Motorhaube und es zischte und knallte und jetzt war auch unser ALPA eingehüllt in weißen dichten Dampf.

Nachdem Siggi festgestellt hatte, dass ein Kühlwasserschlauch beschädigt war und auch der Behälter für die Kühlflüssigkeit so ziemlich leer war, beratschlagten wir, was zu tun ist. Als erstes rief Siggi eine Fiat-Vertragswerkstatt in der Nähe an – man verwies uns an die Fiat-Camper Assistance. Dann riefen wir den ADAC, der uns versprach, umgehend zu kommen. Nach einer halben Stunde des Wartens rief ich dann bei der Fiat-Camper Assistance an. Man versprach, uns sofort zu helfen und uns zurückzurufen. Mittlerweile war der ADAC auch da, schaute sich den Schaden an und es stellte sich heraus, dass der Kühlwasserschlauch so blöde verbaut war, dass er durch die Bewegung des Fahrens permanent auf den Motorblock scheuerte und dann komplett beschädigt war. Der ADAC schnitt das beschädigte Teil heraus, setzte ein Aluröhrchen zwischen die beiden Schlauchenden und dichtete alles mit Schlauchschellen ab. 10 Minuten Arbeit – und wir hätten weiterfahren können. Aber..... wir warteten ja immer noch auf den Rückruf der Camper-Assistance. Wir entschieden, eine Kleinigkeit zu essen und auf diesen Rückruf zu warten. Wir ließen uns Zeit – aber nach fast 2 Stunden wollten wir dann doch weiter. Ich versuchte mehrfach erneut bei Fiat anzurufen – leider immer Warteschleife. Dann war es uns zu blöd und wir fuhren weiter.

Ohne weiterer Probleme kamen wir dann gegen 15 Uhr am SP in Rust an. Unser Navi funktionierte aber immer noch nicht. Am Abend sahen wir uns noch einmal genau die Anfahrtbeschreibung des Campingplatzes Bergamini in Peschiera am Gardasee an – dorthin sollte unsere nächste Etappe gehen.

Wir starteten sehr zeitig am 3. Juli. Vor uns lagen 580 km über die Alpen, um Mailand herum und dann bis zum Gardasee.

In Basel vor dem Grenzübergang reihten wir uns vorschriftsmäßig auf der LKW-Spur ein – und standen erst einmal. Die PKW fuhren zügig auf der linken Spur an uns vorbei. Aber wir gehörten ja mit dem ALPA zu den LKWs und warteten warteten warteten....... bis es uns zu blöd wurde – nach ca. 30 Minuten. Dann fuhren wir auf die PKW Spur und bis vor die Tür des Zollamtes, wo wir die Schwerlastabgabe bezahlten.

Endlich ging es weiter – ohne weiterere Hindernisse oder Staus bis zum Gotthard Tunnel. Kurz dahinter machten wir Rast und dann ging es ohne weitere Unterbrechung bis Peschiera bzw. bis zur Autobahnabfahrt. Da das Navi leider immer noch nicht so wollte, wie wir es gerne gehabt hätten, wurschtelten wir uns durch enge Straßen, unter Brücken und irgendwie fanden wir dann aber die Straße, an der der Campingplatz lag.

Der Campingplatz Bergamini ist sehr klein und die Stellplätze sind natürlich gehalten unter Pinien. Wir bekamen einen schönen Platz mit Blick über den Gardasee zugeteilt. Der ALPA passte haargenau auf diesen Platz, ein wenig diagonal – aber er stand schön. Der Campingplatz hatte einen schönen Pool, einen kleinen Market und wir fühlten uns dort sehr wohl. Bis zum 6. Juli wollten wir bleiben, drei Nächte also. Die Tage verbrachten wir mit faulenzen, schwimmen, sonnen, lecker essen und an einem Tag spazierten wir in den Ort Peschiera, immer am Gardasee entlang.

Am Freitag, 6.7. fuhren wir die 180 km bis Venedig. Dort wollten wir auf dem Campingplatz Fusina stehen, der uns als Ausgangspunkt für Venedigbesuche empfohlen war. Tja – Diesen Campingplatz zu finden ohne Navi war ein Abenteuer!! Siggi fuhr den ALPA durch Mestre, über den Deich nach Venedig hinein, kreuz und quer durch Industriegebiete – nur nicht zum Campingplatz Fusina. Nachdem wir einige Straßen wiedererkannten (weil wir vor gefühlten Stunden schon einmal dort her gefahren waren....) hielt Siggi an einer Bushaltestelle inmitten der Stadt Mestre an. Ich schaute auf die Karte, die ich noch aus einem alten ADAC-Tourset mitgenommen hatte und dann fuhren wir ohne weitere Umwege direkt auf die Straße, welche uns zum CP Fusina führte. Nachdem wir etwa 2 Stunden rund um und quer durch Venedig gefahren waren, erreichten wir am Nachmittag den CP und suchten uns einen schönen Platz direkt am Wasser aus. Wir spazierten zur Anlegestelle der Boote, welche uns am kommenden Tag nach Venedig bringen sollten, kauften schon einmal das Ticket und freuten uns, doch noch irgendwie angekommen zu sein. Gottseidank war uns der Weg zu unserem nächsten Ziel gut bekannt. Die Insel Krk in Kroatien kannten wir gut.

Aber erst einmal Venedig. Es war voll, aber das war ja klar. Venedig ist immer voller Touristen. Es war heiß, sehr heiß. An einem Thermometer einer Apotheke stand 39 Grad!! Mir war so heiß, dass ich mir eine Granita gönnte. Normalerweise mag ich das süße Zeugs ja nicht, aber dieses Mal kühlte sie meinen Magen und das war gut!

Nachdem wir kreuz und quer durch Venedig spaziert waren, ging es am späten Nachmittag wieder zurück mit dem Boot zum Anlegeplatz am CP Fusina. Im ALPA war es brüllend heiß. Wir hatten weder die Markise rausgedreht noch irgendein Fenster geöffnet – und entsprechend zeigte das Thermometer drinnen auch 39 Grad an. Aber nach kurzer Zeit mit geöffneten Fenstern war es wieder angenehm luftig. Wir aßen eine Pizza und kauften ein wenig frisches Obst im Market ein und genossen den schönen Abend mit der schönen Aussicht auf die Kulisse Venedigs.

Am Sonntag den 8.7. fuhren wir dann – oh Wunder, das Navi funktionierte wieder!! - etwa 300 km bis zum Campingplatz Jezevac auf der Insel Krk. Dort hatten wir gebucht und bekamen einen schönen Platz in Meernähe. Tja – es dauerte ein wenig, bis der ALPA seine Position gefunden hatte. Erst ging es ziemlich unbequem zwischen parkenden PKWs eine kurze, steile Schotterstraße hinauf (wir haben nicht aufgesetzt!!), dann, nach einer scharfen Kurve rückwärts auf den Stellplatz, der 8 m lang war und Begrenzungen an jeder Seite hatte – eine Pinie auf der einen und einen dicken Begrenzungsstein an der anderen Seite. Ein netter Platznachbar stellte sich hinten an die Pinie und ich mich auf den Begrenzungsstein – so konnte Siggi den ALPA rückwärts in diese Lücke manövrieren. Nach zweimal hin- und herlenken stand der ALPA dann richtig in Position.

Wir verbrachten eine herrliche Woche dort in Krk. Das Meer vor der Tür und das Wetter war traumhaft, heiß aber immer schön belüftet. Wir badeten viel, genossen die Strandbar und spazierten abends in den Ort.

Diese Woche ging schnell vorüber – zu schnell. Aber unser nächstes Ziel wartete auf uns: der Campingplatz Valdaliso in Rovinj. Auch hier hatten wir für eine Woche gebucht.

Am Sonntag den 15.7. fuhren wir die Strecke von etwa 230 km gemütlich und fanden den CP – dank des wieder erholten Navis – ohne Probleme. Man erwartete uns schon und wir bekamen einen schönen großen Stellplatz unter einem Olivenbaum mit Meerblick zugewiesen. Nachdem wir uns wieder eingerichtet hatten, spazierten wir über den Campingplatz, den wir bisher noch nicht kannten. Was wir sahen gefiel uns sehr. Rund um den CP verlief ein Spazierweg über den Klippen am Meer entlang. Wir sahen kleine Badebuchten, Felsen auf denen die Menschen lagen und von denen Leitern ins Meer führten. Es gab ein Restaurant direkt am Meer, einen Pinienwald, in dem die Urlauber auf ihren Liegestühlen lagen, eine Strandbar und eine große Badebucht mit kleinem Kies. Und es gab die Anlegestelle des Wassertaxis, welches stündlich nach Rovinj und zurück fuhr. Das war ja auch der Grund, weshalb wir diesen CP auswählten.

Wir verbrachten die Woche in Valdaliso mit baden, faulenzen und wir fuhren an zwei Tagen nach Rovinj. Am ersten Tag schauten wir uns die Altstadt an, stiegen die steilen Wege zur Basilika hoch und da ich mit meinen Flipflops für die spiegelglatten Steine der Wege absolut ungeeignet ausgestattet war, lief ich die Straßen kurzerhand barfuß hinunter. Wir entdeckten ein schönes Restaurant, wo wir hervorragend und wirklich günstig aßen.

Den zweiten Tag nutzten wir für eine Panoramafahrt mit einem Glasbodenboot. Wir fuhren rund um die vorgelagerten Inseln und genossen den Wind und die Gischt, die ins Boot spritzte.

Einen Nachteil hatte der CP Valdaliso allerdings: die Wege waren mit Kalkstein belegt und die PKWs der anderen Urlauber fuhren fleißig hin- und her. Unser ALPA sah nach dieser Woche aus wie mit Puderzucker bestreut.

Am Tag vor unserer Abreise entstaubten wir wenigstens die Fenster und die Markise. Gottseidank hatten wir den Wasseranschluss gleich nah am Platz.

Am Sonntag den 22.7. ging es dann wieder weiter. Dieses Mal wieder Richtung Norden. Wir fuhren ca. 400 km bis nach Brescia. Dort wollten wir einen Zwischenstop einlegen, bevor wir dann am Montag wieder über die Alpen nach Freiburg im Breisgau fahren wollten.

Am Nachmittag kamen wir am Agriturismo Cascina Maggia an. Dieser Stellplatz liegt nahe der Autobahn und ist mit 10 € die Nacht wirklich günstig. V+E sowie der Strom sind enthalten. Wir genehmigten uns ein Glas Prosecco in der Osteria und dann sahen wir schon die dunklen Wolken. Kaum waren wir wieder im ALPA öffneten sich die Schleusen und es kam ein Gewitter mit Wolkenbruch, wie ich es kaum je erlebt hatte. Nach einer Stunde war das Spektakel vorüber – und unser ALPA wieder sauber!!!

Am Montag 23.7. fuhren wir zeitig los und erreichten – mit 30 Minuten Wartezeit vor dem Gotthard Tunnel – am Nachmittag den Stellplatz in Freiburg. Es war warm und wir fanden einen schönen Platz sogar mit ein wenig Rasen vor dem ALPA. Allerdings stand ein Baum unserer Teleco im Weg – so mussten wir zur alternativen Lösung greifen!! DVBT!!

Wir blieben drei Nächte – bis Donnerstag. Wir fuhren mit der Tram in meine Lieblingsstadt, bummelten, gingen lecker essen und setzten uns zum "Leute gucken" ins Brauhaus vor das Münster.

Leider ist es aber so, dass jeder Urlaub irgendwann einmal zu Ende ist. So auch für uns. Am Donnerstag den 26.7. fuhren wir die knapp 400 km bis nach Bad Honnef – so richtig gut ging es uns nicht. Der Urlaub mit dem ALPA war einfach zu schön gewesen und wir konnten uns so gar nicht damit anfreunden, wieder nach Hause zu fahren. Und kurzentschlossen blieben wir dann auch noch bis Samstag auf unserem schönen Stellplatz und kümmerten uns bei schönem Wetter um den Garten und grillten und taten so, als wären wir noch im Urlaub!

 

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